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Gesundheitsdienstleistungen

Betrieblicher Gesundheits- und Arbeitsschutz / BEM

Ein Muss für Unternehmen.

Anders als das Betriebliche Gesundheitsmanagement als Managementkonzept basiert der Gesundheits- und Arbeitsschutz auf gesetzlichen Normen und Verordnungen.

Im Einzelnen sind dies: das Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG), das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), der Unfallverhütungsvorschriften BGV A2 der jeweiligen Berufsgenossenschaften (ab 1.1.2011 DGUV Vorschrift 2), der GUV V 6/7), deren Einhaltung von den Ämtern für Arbeitsschutz und den Berufsgenossenschaften überwacht werden. Im Vordergrund des Betriebliches Gesundheits- und Arbeitschutzes steht die Arbeitssicherheit durch die Prävention von Unfällen. Dabei ist klar: Kein Betriebliches Gesundheitsmanagement ohne ein Gesundheits- und Arbeitsschutzsystem. Beide Systeme müssen aufeinander abgestimmt sein, um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter effektiv und effizient zu fördern und zu erhalten.

Dreh- und Angelpunkt des Gesundheits- und Arbeitsschutzes sind die vom Arbeitsschutzgesetz vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilungen (§ 5), welche auch psychische Gefährdungen (Arbeitsinhalt, Arbeitsorganisation, Arbeitszeit, Qualifikation der Beschäftigten) mit einschließen (DIN EN ISO 10075-1). Nachdem die Gefährdungen ermittelt und beurteilt wurden, müssen geeignete Gegenmaßnahmen gefunden werden. Wie beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement gilt auch hier: Die Maßnahmen müssen evaluierbar sein. Nur was überprüfbar ist, kann Resultate zeigen.

Das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) ist eine Aufgabe des Arbeitgebers mit dem Ziel, Arbeitsunfähigkeit der Beschäftigten eines Betriebes oder einer Dienststelle möglichst zu überwinden, erneuter Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen und den Arbeitsplatz des betroffenen Beschäftigten im Einzelfall zu erhalten. Im weiten Sinne geht es um ein betriebliches Gesundheitsmanagement zum Schutz der Gesundheit der Belegschaft. Die Rechtsgrundlage ist § 84 Abs. 2 Neuntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX). Der Arbeitgeber ist zu einem BEM verpflichtet, wenn ein Beschäftigter im Laufe eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig war. Für den betroffenen Mitarbeiter ist die Teilnahme am BEM allerdings freiwillig.

Ablauf des Verfahrens:

  • schriftliche Einladung der betroffenen Mitarbeiter (bei Ablehnung ist das Verfahren abgeschlossen),
  • (bei Zustimmung) freiwilliges Erstgespräch mit BEM-Verantwortlichen -> Ziel: Welche Gründe gibt es für die Fehlzeiten? Stehen die Krankenzeiten in Zusammenhang mit den Arbeitsbedingungen?
  • Vereinbarung zielgerichteter Maßnahmen (Protokoll), z.B. Veränderung des Arbeitsplatzes, Umsetzung auf einen anderen Arbeitsplatz,
  • Folgegespräch, in dem der Erfolg der umgesetzten Maßnahmen geprüft wird.

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